Onlinerechner Riestereigenbeitrag

Riester Rente 2011

Höhere Zulagen für die private Vorsorge

Die Zulagen steigen, für Nachwuchs gibt’s Prämien, auch Häuslebauer werden gefördert. Die Riester-Rente soll noch attraktiver werden. Doch noch nicht alle profitieren von der staatlichen Altersvorsorge.

Fast 10 Millionen Bundesbürger hatten bis Ende 2007 Riesterverträge abgeschlossen. Besonders attraktiv: Die Grundzulage ist am 1.1. 2008 von 114 auf 154 Euro im Jahr und die Kinderzulage auf 185 Euro gestiegen. Wer 2008 Nachwuchs erwartet, darf sich doppelt freuen: Inhaber einer Riester-Rente erhalten für das Neugeborene 300 Euro pro Jahr. Außerdem: Riester-Sparer können künftig bis zu 2.100 Euro von der Steuer absetzen (2007: 1.575 Euro).

NEU: Berufseinsteiger bis zu einem Alter von 25 Jahren erhalten bei Abschluss eines Riester-Vertrags einen einmaligen Zuschuss von 200 Euro.

Für wen sich die Riester-Rente besonders eignet

Grundsätzlich kann jeder Arbeitnehmer, der Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, in den Genuss dieser staatlichen Förderung kommen. Die Förderung über Zulagen ist besonders für Geringverdiener , Familien mit Kindern sowie nicht versicherungspflichtige Ehepartner (unter bestimmten Bedingungen) geeignet.

Bei allen Arbeitnehmern mit durchschnittlichem und gutem Einkommen - ab etwa 30.000 Euro Jahreseinkommen - bringt die Steuerbefreiung eingezahlter Beiträge mehr Vorteile. Das Finanzamt rechnet bis zu 2.100 Euro pro Jahr an (ab 2011) und prüft, ob die Steuerbefreiung günstiger ist als die Zulage.

Verbesserungswürdig ist die Situation für Geringverdiener, wie das "ARD-Magazin Monitor" berichtet hat. Grund: alle Einkünfte - also auch die Riesterrente - werden mit der so genannten Grundsicherung des Sozialamtest verrechnet. Reicht die gesetzliche Rente nicht aus, kann damit im Alter auch die Riesterrente herangezogen werden, um die Lücke zu schließen. Das ist nichts Neues, nur scheint es bisher noch keinem aufgefallen zu sein.

Doch sollte derzeit niemand wegen dieser Gesetzeslücke auf die Zulagen der Riesterrente verzichten, denn die Gewinne sind gerade für Geringverdiener mit Kindern besonders hoch. Zudem weiß heute niemand, wie die Situation im Alter sein wird. So ist zum Beispiel auch nicht sicher, dass es dann noch Sozialhilfe im heutigen Umfang geben wird, so Michael Wortberg von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Dann kann mit der Riesterrente privat angespartes Kapital Gold wert sein.